Ein Smartphone, das rollt

Unter der Marke "intive automotive" sorgen iNTENCE und intive für die Vernetzung des Autos

Das Autouniversum befindet sich in einer Art kopernikanischer Wende: während sich noch bis vor Kurzem die Zulieferer um die Hersteller drehten, so definieren gegenwärtig alle an der Wertschöpfungskette Beteiligten ihre Beziehungen neu. Eine Sonderrolle spielen dabei Zulieferer mit Kernkompetenzen in der Softwareintegration und Digitalisierung. Diese schieben sich zwischen "OEM" und "Tier1", also zwischen Hersteller und Premiumlieferanten. "Für diese neue Art von Zulieferern hat sich mit Tier 0,5 ein eigener Begriff geprägt. Genau in dieser Position befinden wir uns", sagt Peter Schmidt, Geschäftsführer von iNTENCE automotive electronics GmbH. (...)

Um sich an dieser Schnittstelle noch schlagkräftiger aufzustellen, führen die beiden seit 2017 kooperierenden Unternehmen iNTENCE, ein Spezialist für Automotive-Software und intive, ein Global Player im Bereich digitaler Produktentwicklung ihr Angebot ab 2020 in der neuen Marke "intive automotive" im polnischen Krakau zusammen. "Hier möchten wir die digitale Welt von intive und unsere Automobilwelt auch räumlich verbinden", sagt Schmidt. Ziel ist es, Krakau als neuen Standort in der Automobilwelt aufzubauen und die dortigen Ressourcen von intive zu nutzen.

"Und natürlich sind all unsere Standorte bestens vernetzt." Vernetzung ist auch das Stichwort, wenn es um die Wertschöpfung geht. "Connectivity ist der Trend schlechthin. Das Automobil wird immer mehr zum rollenden Smartphone. Das zeigen auch unsere Kundennachfragen. Wir haben 2019 bereits Aufträge für 2020 generiert, die vom Volumen unserem diesjährigen Umsatzziel entsprechen", sagt Schmidt. Damit die Vorteile der Vernetzung aber auch beim Kunden ankommen, sorgt der Partner intive für die nutzerfreundliche Handhabung der Systeme. "Der Mensch ist beständig umgeben von Technologie – sei es das Smartphone, das smarte Zuhause oder eben das smarte und vernetzte Fahrzeug. Die Herausforderung für unsere Designer liegt darin, die Brücke zwischen Mensch und Technologie zu bauen, um Nutzen zu stiften und ein positives Kundenerlebnis zu schaffen", sagt Manuel Cramer, Director Experience Design bei intive.

Zukunftsträchtige Bedienkonzepte gingen über den Touchscreen hinaus und müssten situationsabhängig von Sprachassistenten und Gegensteuerung ergänzt werden. "Die Bedienung muss funktionieren, ohne dass der Fahrer ein dickes Handbuch wälzen muss", erklärt Cramer. Und, was noch wichtiger ist: Die Bedienung der Systeme darf nicht vom Geschehen auf der Straße ablenken.

Link zum Artikel
Wirtschaftszeitung, Oktober 2019

« zurück zur Übersicht
2020 © intive automotive GmbH