"Aus dem Spirit des Anfangs wurde ein starker Teamgeist"

In dem persönlichen Interview mit der Wirtschaftszeitung erzählt iNTENCE-Geschäftsführer...

Herr Schmidt, Sie sind mit iNTENCE vor zehn Jahren als Zwei-Mann-Unternehmen gestartet. Nun tragen Sie die Verantwortung für 100 Mitarbeiter. Wie gehen Sie bei der Teamentwicklung vor?

Peter Schmidt: Wir hatten von Anfang an die Grundeinstellung, dass die Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen – nicht nur als Arbeitnehmer, sondern als Menschen. Deshalb stecken wir auch sehr viel Zeit in die Auswahl neuer Kollegen. Neben der fachlichen Kompetenz kommt es uns vor allem auf Teamkompatibilität und Kommunikationsfähigkeit an. Die Entscheidung wird dann auch nicht einsam vom Management getroffen – sie fällt im Team. Auf diese Weise ist aus dem Spirit des Anfangs ein sehr starker Teamgeist geworden.

Sie legen großen Wert auf die Weiterentwicklung Ihrer Mitarbeiter. Was verstehen Sie unter „Karrierebegleitung“?

Wir fördern unsere Mitarbeiter sehr individuell und auch auf ein von der jeweiligen Person selbst formuliertes Ziel hin. Das beginnt bereits bei den intensiven Einstellungsgesprächen, in denen wir die passende Einstiegsposition und die richtige Perspektive erarbeiten. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass man bei uns auch als Softwareentwickler die Karriereleiter hochklettern kann und nicht notwendigerweise eine Führungsaufgabe übernehmen muss, um Karriere zu machen.

Können Sie konkret einige Weiterbildungsmaßnahmen schildern?

Weiterbildung setzt bei uns zunächst bei der richtigen Auswahl der Projekte an. Wir achten dabei darauf, dass sich der Mitarbeiter im Projekt optimal weiterentwickeln kann. Abgestimmt auf die aktuellen Projekteinsätze gruppieren wir dann andere Weiterbildungsbausteine. So kann das neu erworbene Wissen gleich umgesetzt werden. Seminare außer Haus finden bei unserem Partner Microconsult in München statt, dazu kommen Inhouseseminare, beispielsweise zur Softwaremodellierung. Wir bieten unseren Entwicklern außerdem an, berufsbegleitend und bei vollem Gehalt den Master in Automotive Electronics zu machen. Im Zuge des Wachstums der Firma wird auch das Lernen voneinander immer wichtiger. Inzwischen haben wir im Unternehmen selbst so viel Kompetenz aufgebaut, die wir durch unsere Hausmessen systematisch teilen und multiplizieren: Die Teams präsentieren dort ihre aktuellen Projekte. Auf diese Weise ergeben sich immer wieder Anknüpfungspunkte und Synergieeffekte. Auch meine Tätigkeit für den Embedded-Software-Engineering-Kongress und die daraus resultierenden aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse unterstützen die Mitarbeiterentwicklung positiv, ebenso mein Engagement im Automotive-Forum und in der Automotive Summer School. Alle Maßnahmen zusammen führen dazu, dass für jedes Teammitglied ein individuelles Trainee-Programm entsteht.

Was macht für Sie ein optimales Arbeitsumfeld aus?

Zunächst einmal die räumliche Infrastruktur: Bei der Gestaltung war es uns wichtig, viele Besprechungs- und Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen, es gibt eine Art firmeneigenes Café, einen Fitnessraum und helle, geräumige Büros. Darüber hinaus unsere Events und Teamrituale, wie beispielsweise Release-Partys, die Summergames – ein Teambuildingevent – und unsere Weihnachtsfeiern.

Was treibt Sie persönlich bei Ihrer Arbeit an?

Die Herausforderung der Technik und in hohem Maße auch dieses tolle, inspirierende Team. Das Gefühl der Stimmigkeit, das entsteht, wenn jeder am richtigen Einsatzort ist, die Projektschritte wie Zahnräder ineinandergreifen, der Terminplan ideal aufgeht und der Kunde zufrieden ist – das ist für mich Motivation pur.  

Das Interview führte Stephanie Burger und ist in der März-Ausgabe 2017 der Wirtschaftszeitung erschienen

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Im Rahmen des Themen-Spezials der Wirtschaftszeitung erschien auch der Artikel zur iNTENCE-Erfolgsgeschichte. Von der Gründung als Zwei-Mann-Team, über die Eröffnung des zweiten Standorts in Ingolstadt, bis hin zur Aufstellung eines einzigartigen Expertenteams im Bereich der Softwareentwicklung: "Software-Expertenteam macht automobile Visionen erlebbar".

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