Software-Expertenteam macht automobile Visionen erlebbar

Im Rahmen des Themenschwerpunkts "Talentschmieden in der Oberpfalz" veröffentlicht die Wirtschaftszeitung in der März-Ausgabe einen Artikel über die iNTENCE Erfolgsgeschichte.

Innerhalb von zehn Jahren entwickelte sich das Zwei-Mann-Start-up zum gefragten Entwicklungspartner – als solcher gestaltet iNTENCE die Zukunft der Mobilität.

Die Automotive Branche wird sich in den nächsten fünf Jahren stärker verändern als in den 50 Jahren zuvor. Die Schlagworte lauten Elektromobilität, autonomes Fahren und Car-to-X-Kommunikation, also die Vernetzung des Autos mit der Umwelt. Eine Firma aus Regensburg gestaltet diese Entwicklung maßgeblich mit: Die iNTENCE Automotive Electronics GmbH ist auf die Entwicklung softwareintensiver Systeme für die Automobilbranche spezialisiert. Zu den Kunden zählen marktführende Automobilhersteller und Zulieferer.

„Unsere Gründungsvision war es, ein Expertenteam für Softwareentwicklung auf die Beine zu stellen“, erinnert sich Peter Schmidt, der gemeinsam mit Christian Nachreiner vor zehn Jahren das Unternehmen gründete – zu einer Zeit, in der das Auto noch stark von der Mechanik geprägt war. „Software spielte damals noch nicht die große Rolle. Heute hingegen kommt die Innovation im Auto von der Software“, erklärt Schmid. Die Regensburger lagen damals mit ihrer Gründungsidee genau richtig. „Man konnte noch nicht ahnen, wohin die Reise geht. Aber wir wussten, dass Software im Fahrzeug weiter an Bedeutung gewinnen wird“, so Schmidt. Das junge Unternehmen entwickelte sich rasant: Im Gründerzentrum IT-Speicher belegte es schon bald ein ganzes Stockwerk, 2011 erfolgte der Umzug in den benachbarten IT Cube. Heute realisieren fast 100 Mitarbeiter an zwei Standorten Lösungen für die Kunden. „In den Anfangsjahren konnten wir bereits Kunden wie Audi und Hella gewinnen. So haben wir uns in der Branche schnell einen Namen als verlässlicher Partner gemacht.“

Meilensteine in der zehnjährigen Firmengeschichte waren die Eröffnung des zweiten Standorts in Buxheim bei Ingolstadt 2013, die Etablierung eines Forschungslabors in Kooperation mit der OTH Regensburg sowie die Technologiepartnerschaften mit BMW, Porsche, VW und Continental. Als Erfolgsgeheimnis betrachtet Schmidt die intensive Auseinandersetzung mit dem Projektziel des Kunden noch vor der Auftragsannahme. „Wir erarbeiten eine individuelle Entwicklungsstrategie. Das besondere daran ist, dass wir bereits in dieser frühen Phase das Kernziel detailliert herausarbeiten. Dadurch erhalten beide Seiten eine gute Rückkopplung“, sagt Schmidt.

Ein weiterer Erfolgsbaustein sei die Zusammensetzung der Projektteams. „Es gibt keine starre Besetzung, sondern in jeder Projektphase das genau passende Team.“ Das jüngste Projekt, das auf diese Weise erfolgreich umgesetzt werden konnte, war die Entwicklung eines Messeaufbaus für Audi. „Unsere Aufgabe war es, ein neues, vernetztes Bedienkonzept für das Cockpit zu entwickeln.“ Das Projekt sei in der Rekordzeit von weniger als drei Monaten umgesetzt worden. „Ein Teil des Testaufbaus geht nun in Serie“, freut sich Schmidt. Viele andere Intence- Entwicklungen sind das bereits: Von der automatischen Abstandsregelung bis hin zur Verkehrszeichenerkennung – in zahlreichen Fahrerassistenzsystemen sind Softwarekomponenten von Intence im Einsatz. Die nächsten Herausforderungen stehen bereits vor der Tür: Alle Megathemen der Branche sind softwaregetrieben und bergen deshalb großes Potenzial für Intence, wie beispielsweise sämtliche Entwicklungen im Bereich des autonomen Fahrens.

Gerade auch durch die strategische Positionierung zwischen den großen Herstellern und den wichtigsten Zulieferern nehme Intence eine Schlüsselrolle im Projekt ein, sagt Schmidt. „Wir möchten zu einem Projekt immer optimal beitragen können. Deshalb wählen wir die Projekte gezielt aus – sie müssen ins Portfolio passen, also auf vorhandenen Kompetenzen aufbauen, gleichzeitig aber auch eine neue Herausforderung bieten.“ Auch organisatorisch steht der nächste Schritt an. Während bereits 2013 die Umstrukturierung von einem zweiköpfigen Management auf ein fünfköpfiges Führungsteam erfolgte, wird nun die Führungsebene erneut verbreitert. „Für uns Gründer bedeutet das natürlich auch, Verantwortung abzugeben“, sagt Schmidt. Sorgen macht er sich deshalb allerdings nicht. „Das Team ist optimal aufgestellt und die Identifikation mit dem Unternehmen ist groß.“ Mit besonderer Vorfreude blickt er deshalb auch dem Jubiläumsjahr entgegen, das im Februar mit einer internen Feier seinen Auftakt nimmt.

Der komplette Bericht ist in der März-Ausgabe 2017 der Wirtschaftszeitung erschienen.

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Im Rahmen des Themen-Spezials ist auch ein persönliches Interview mit iNTENCE-Gründer und Geschäftsführer Peter Schmidt erschienen, in dem er über den Teamgeist im Unternehmen spricht und erklärt, wieso der Mitarbeiter immer im Mittelpunkt steht, und auch schon immer Stand.
"Aus dem Spirit des Anfangs wurde ein starker Teamgeist"

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